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Die neuesten Infos der Stuttgart Scorpions
Die neuesten Infos der Stuttgart Scorpions
Mit nur zwei Punkten Rückstand verloren die Stuttgart Scorpions am vergangenen Wochenende ihr Viertelfinalspiel bei den hoch favorisierten Kiel Baltic Hurricanes und verpassten damit um Haaresbreite eine mögliche Sensation.
Die Gastgeber aus Kiel waren so hoch favorisiert, dass sie selber schon vor Beginn des Spiels auf ihrer Homepage Werbung für das Halbfinale machten. Dass Hochmut aber häufig vor dem Fall kommt und auch Spiele gegen Gegner, die man nicht ernst nehmen möchte, erst auf dem Spielfeld gewonnen werden müssen, merkten die Hurricanes in der Folgezeit.
Zwar nahm das Spiel mit der Kieler 7:0-Führung im ersten Viertel den allseits erwarteten Anfang. Nach zwei schnellen Punts und einem verlorenen Fumble gelang den Scorpions erst kurz vor Ende des ersten Viertels überhaupt der erste First Down der Partie. Abgesehen vom Touchdown taten sich aber auch die Hausherren sehr schwer und litten ebenso unter den wetterbedingt sehr schlechten Platzverhältnissen.
Doch mit dem ersten Spielzug des zweiten Viertels war es dann Stuttgarts QB Jermar Jackson, der mit einem kurzen Lauf für den Ausgleich sorgte (PAT Wurster). Kurz darauf antwortete Kiel mit dem ersten von zwei Big Plays, die den Scorpions letztendlich an diesem Tag zum Verhängnis werden sollten. Mit einem 84-Yard-Pass fand QB Jeff Welsh seinen Receiver Damien Linson zur erneuten 13:7-Führung. Auch in der Folge dominierte Kiel und war auf dem besten Weg, die Führung auszubauen. Im letzten Spielzug der ersten Halbzeit machte Scorpions LB Oliver Metzger ihnen aber einen Strich durch die Rechnung, als er einen Pass von Welsh kurz vor der eigenen Endzone abfing.
Mit nur knappem Rückstand und Ballbesitz zu Beginn der zweiten Hälfte witterten die Gäste ihre Chance, die sie offensichtlich auch nutzen wollten. Der Drive wurde nach vielen Läufen von Jackson und einem langen Pass auf Lukas Dembek vom Stuttgarter QB wieder mit einem kurzen Lauf erfolgreich abgeschlossen. Durch den Zusatzpunkt von Sascha Wurster zum 13:14 lag die Sensation in der Luft. Doch das nächste Big Play der Kieler folgte schon im nächsten Spielzug, als Jermaine Allen über 69 Yards in die Scorpions-Endzone sprintete. Den Scorpions unterlief prompt der nächste Fumble, und wieder waren die Kieler auf dem Weg zum nächsten Touchdown, verloren aber erneut den Ball kurz vor der gegnerischen Endzone durch eine Interception, diesmal durch Jasson Scott.
Doch zu Beginn des letzten Viertels erhöhten die Hurricanes per Field Goal auf 23:14. Nun unterlief auch den Scorpions eine Interception und es sah so aus, als könnte Kiel die Zeit herunterspielen. Die Big Plays auf Scorpions-Seite kamen heute aber eher aus der Defense, in der Corry Stewart die dritte Interception des Tages gelang, die er prompt zum 23:21-Anschluss zurück trug. Der folgende Onside-Kick funktionierte aber leider nicht, so dass es letztendlich doch nicht mehr zur möglichen Sensation reichte.
Für die Scorpions stellte dieses Spiel nach einer recht durchwachsenen Saison aber einen mehr als versöhnlichen Abschluss dar, der für das nächste Jahr hoffen lässt.