2004
Ein neues Jahr, ein neuer Vorstand: Auf der Mitgliederversammlung zu Beginn des Jahres übernahmen Kurt Paulus (Vorsitzender), Martina Scott (stellvertretende Vorsitzende) und Michael Hulsman (Schatzmeister) die Aufgabe, den Verein in ein ruhigeres Fahrwasser zu geleiten. Einen deutlichen Strich durch die Rechnung machte dabei der sehr kurzfristige Rückzug der Rüsselsheim Razorbacks aus der GFL, wodurch ein Heimspiel und die damit verbundenen Einnahmen schlagartig wegfielen. Auch die Beendigung der Zusammenarbeit mit der Vermarktungsagentur Walter Consulting in der laufenden Saison musste durch zusätzliche ehrenamtliche Tätigkeit ausgeglichen werden.
Insgesamt verlief die Saison in der GFL recht durchwachsen, so dass es bei fünf gestarteten Teams in der GFL Süd nur zu Platz drei reichte. Während die Marburg Mercenaries überraschend stark aufspielten und verdient Süddeutscher Meister wurden, verlor das Team von Head Coach Andreas Wengertsmann wichtige Punkte in den beiden Lokalderbys gegen Schwäbisch Hall. Zum Viertelfinale ging es daher zum späteren Deutschen Meister nach Berlin, wo den Stuttgartern mit 42:17 die Grenzen der Leistungsfähigkeit aufgezeigt wurden.
Immerhin erfreulich, dass mit den beiden Running Backs Marc Correll und Patrick Geiger sowie Center Michael Krause drei Spieler aus der Scorpions-Offense für das Länderspiel gegen Tschechien nominiert wurden, wo Geiger und Correll auch jeweils punkten konnten.
Die Scorpions-Jugend erlebte ein schweres Jahr in der Jugendbundesliga Süd, wo es vor allem gegen die übermächtigen Franken Knights deutliche Niederlagen zu verdauen gab. Zum Einzug in die Playoffs reichte es zwar dennoch, aber gegen den späteren Deutschen Meister aus Düsseldorf gab es im Viertelfinale nichts zu gewinnen.
Erfreuliche Nachrichten gab es von der neu gegründeten Damenmannschaft, die ihre ersten Freundschaftsspiele bzw. Scrimmages gegen Teams aus München und Duisburg bestritt. Während es gegen die Bundesliga-erfahrenen Munich Cowboys Ladies nur darum ging, erste Wettkampf-Erfahrungen zu sammeln, war man gegen die Duisburg Dockers spielerisch bereits mindestens ebenbürtig.
Die Flag-Kids konnten aufgrund altersbedingter Abgänge ihre sehr gute Leistung aus dem Vorjahr nicht wiederholen und belegten in ihrer Gruppe der BaWü-Liga am Ende den vierten Platz.
